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Blog Dezember 2023 Updated April 2024

Nur ein Problem für Wasserversorger? Wie veraltete Infrastruktur uns alle bremst

Über zwei Millionen Meilen Wasserleitungen sind in den USA unterirdisch verlegt. Ein Großteil davon erreicht bald das Ende seiner Lebensdauer. Das bedeutet Kopfzerbrechen für die Wasserunternehmen – aber ist alternde Infrastruktur nicht ein Problem für uns alle?

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Wasser ist ein kostbares Gut, ohne das wir nicht leben können. Wenn Sie das Glück haben, zu Hause Zugang zu sauberem, sicherem Trinkwasser zu haben, sehen Sie das möglicherweise als selbstverständlich an. Das liegt auch daran, dass die Infrastruktur unseres Wassersystems tief im Boden vor unseren Blicken verborgen ist.

Warum ist alternde Infrastruktur ein Problem?

Von Wasserleitungen über Tanks, Pumpenstationen und Abwasserleitungen bis hin zu Kläranlagen – wir sind von einem Leitungsnetzwerk abhängig, um unser Wasser zu transportieren und aufzubereiten. Leider stehen viele dieser Rohre kurz davor, das Ende ihrer Lebensdauer zu erreichen, da sie Anfang oder Mitte des 20. Jahrhunderts oder in einigen Fällen sogar im späten 19. Jahrhundert installiert wurden.

Die meisten Wasserleitungen in den USA halten etwa 75 bis 100 Jahre, bevor sie aufgrund der Abnutzung ausgetauscht werden müssen. Viele von ihnen sind jetzt kurz davor, diesen Punkt zu erreichen.

Das durchschnittliche Rohr im Wassernetz der USA ist 45 Jahre alt, einige Gusseisenleitungen blicken allerdings bereits auf mehr als 100 Jahre im Einsatz zurück.

Und nicht nur das Alter der Rohrleitungen bereitet Probleme – es sind auch die Materialien, da viele Leitungsnetze immer noch über Bleirohre verfügen. Die US-amerikanische Environmental Protection Agency berichtet Folgendes:

In den USA sind immer noch 9,2 Millionen Bleirohre im Einsatz.

Da alternde Rohre mit hoher Wahrscheinlichkeit zu Qualitäts- und Versorgungsproblemen führen, verwundert es nicht, dass die jährliche Umfrage der American Water Works Association's (AWWA) zu Herausforderungen im Sektor die alternde Infrastruktur als größte Sorge der Branche nennt.

Wie viel Wasser geht durch Lecks verloren?

Wenn Rohre altern und Löcher bekommen, werden Wasserverluste aus leckenden Rohren zu einer der größten Herausforderungen für alle Wasserversorger. Im Vereinigten Königreich und Europa entstehen Mängel an Rohren, die vor über 100 Jahren verlegt wurden. Erschwert wird die Situation durch die Tatsache, dass diese Rohre sich oft an schwer erreichbaren Stellen unter unseren Dörfern und Städten befinden, was die Wartung und Reparatur zu einer Herausforderung macht.

Ohne austretendes Wasser an der Oberfläche kann es schwer sein, Lecks ausfindig zu machen. Nach Angaben von Ofwat, der Wasserbehörde des Vereinigten Königreichs, handelt es sich bei 30 bis 50 % aller Lecks um kleine, unterirdische Leckagen. Sie werden erkannt, wenn Wasser in das System eintritt, es jedoch nicht bis zu den angeschlossenen Wohnungen oder Unternehmen schafft.

Das Vereinigte Königreich verliert derzeit ganze 3 Milliarden Liter täglich durch leckende Rohre.

Diese Zahl ist selbstverständlich um ein Vielfaches größer, wenn wir die USA betrachten, wo jeden Tag über 148.000 Gemeindewassersysteme mehr als 147 Milliarden Liter Wasser verteilen. Hier tritt im Durchschnitt alle 2 Minuten ein Rohrbruch auf, sodass täglich 22,7 Milliarden Liter Wasser verloren gehen.

Jedes Jahr gehen in den USA 7,9 Billionen Liter Wasser aufgrund von Mängeln an der Wasserinfrastruktur verloren.

Wird das Bevölkerungswachstum zum Problem?

Bereits in der heutigen Welt mit 7,7 Milliarden Menschen ist Zugang zu sauberem Wasser ein Problem. Im Jahr 2050, wenn die Weltbevölkerung voraussichtlich 10 Milliarden Menschen erreichen wird, werden unsere Wassersysteme extrem ausgelastet sein.

Im Vereinigten Königreich wird die Bevölkerung bis 2050 vermutlich auf 75 Millionen Menschen anwachsen. Mehr Menschen bedeuten eine stärkere Belastung für ein alterndes Netzwerk aus Rohrleitungen und Aufbereitungssystemen. Die Entwürfe für Englands Wassermanagementpläne verlangen von den Wasserversorgungsunternehmen, dass sie Leckagen um 50 % und den Verbrauch pro Kopf und Tag um 110 Liter senken, um diese Belastung zu bewältigen.

Ohne zusätzliche Austauschmaßnahmen könnte das Vereinigte Königreich einen Anstieg der Versorgungsunterbrechungen um 25 % erleben.

Ein ähnliches Bild bietet sich in den USA, wo die alternde Infrastruktur nicht die nötige Kapazität hat, um das Wachstum der Städte aufzunehmen. Die Situation wird noch durch Tatsache verschärft, dass auf dem Land, wo die Bevölkerung schrumpft, auch das Einkommen der Versorgungsunternehmen sinkt. Da im Durchschnitt über 90 % der Einkünfte eines Versorgungsunternehmens direkt durch Wasserrechnungen erzielt werden, gestaltet sich die Erneuerung der Infrastruktur schwierig.

2023 sagten 11 % der US-amerikanischen Wasserversorgungsunternehmen, sie hätten Schwierigkeiten, den Wasserbedarf auf lange Sicht zu decken.

Wie wird sich der Klimawandel auf die Versorgung auswirken?

Der Klimawandel bewirkt bereits jetzt große Herausforderungen für Wasserversorgungsunternehmen, da die Zahl der extremen Wettereignisse wie Hitzewellen, Dürren, Überschwemmungen und Temperaturen unter dem Gefrierpunkt zunimmt, die die Infrastruktur und Betriebsmittel zusätzlich belasten.

Die US-amerikanische EPA berichtet, dass Hitzewellen nun dreimal öfter auftreten als in den 1960ern.

Aber ist nicht nur Wassermangel, der Probleme verursacht – auch zu viel Wasser kann problematisch sein. Starke Regenfälle führen zu Wasseransammlungen und können Überschwemmungen der Kanalisation verursachen, die zu den schwersten Problemen gehören.

Viele Wasseraufbereitungsanlagen bereiten sich auf die Zukunft vor, indem sie ihre Ausrüstung verbessern und die Anlagen so ausstatten, dass sie den Anstieg bei extremen Regenfällen bewältigen können. Aber schreiten wir schnell genug voran?

Rund 16.000 Kläranlagen in den USA arbeiten bereits mit 81 % ihrer Auslegungskapazität.

Da immer mehr unvorhergesehene Wetterereignisse eintreten werden, könnten regelmäßige Überschwemmung für uns alle zum Problem werden, wenn keine ernsthaften Investitionen in Wasserinfrastruktur tätigen.

Wie können Wasserversorgungsunternehmen Infrastrukturprobleme bewältigen?

Leider gibt es keine Universallösung für alle Wasserversorgungsunternehmen. Ihre individuelle Situation wird sich danach richten, in welchem Zustand sich Ihre Anlagen und Fahrzeuge befinden, in welcher Art von Umgebung Sie tätig sind und welche Wetterbedingungen vorherrschen.

Trotz dieser Variablen beschäftigen sich Wasserversorgungsunternehmen auf der ganzen Welt damit, wie sie ihre Betriebsmittel reparieren, ersetzen und verbessern können, um eine wachsende Bevölkerung mit sicherem, sauberem Trinkwasser zu versorgen.

Ein effektives Asset Management ist ausschlaggebend für den Erfolg dieses Vorhabens, da den Wasserversorgern nur ein begrenztes Budget zur Verfügung steht. Ein strategischer Asset Management Plan kann Ihnen nicht nur helfen, Kapitalausgaben und Investitionen in Wartung zu priorisieren, sondern auch die Widerstandsfähigkeit Ihres Unternehmens verbessern, indem ein Plan zur Risikobewertung und für Notfälle aufgestellt wird.

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